Carpe Diem II

Inspirierende Zeilen:

Frage nicht , welches Ende die Götter mir, welches sie dir, Leukonoe, zugedacht haben und versuche dich nicht an babylonischen Berechnungen!

Wie viel besser ist es doch, was immer kommen wird , zu ertragen!

Ganz gleich, ob Jupiter dir noch weitere Winter zugeteilt hat oder ob dieser jetzt, der gerade das Tyrrhenische Meer an widrige Klippen branden lässt, dein letzter ist.

Sei nicht dumm, filtere den Wein und verzichte auf jede weiter reichende Hoffnung!

Noch während wir hier reden, ist uns bereits die missgünstige Zeit entflohen.

Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig auf den folgenden.

Horaz, 65 v. Chr. – 8 v. Chr.

 

Für mich auch eine Aufforderung den Moment zu feiern und zu würdigen. Der Moment in dem die Farbe, mal tropfenweise, mal dicker, mal wässrig auf die Leinwand trifft. Der Moment in dem sie einen Platz einnimmt. Der Moment in dem sie anfängt sich über die Fläche zu bewegen, eigene Wege zu finden, sich mit anderen verbindet, wieder trennt, sich durchsetzt oder in einer neuen Mischung aufgeht.

Die Bilder sind die bleibenden Ergebnisse dieser Prozesse, die zum Teil noch deutlich zu erkennen sind. 

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H -Eisblau