Im Nebel

Advertisements

Komm zu Tisch

Beteiligung an einer Konzeptausstellung der Galerie m beck

Einleitende Gedanken:

Komm zu Tisch / Nimm Platz / Setze Dich

Alles Aufforderungen zur (geselligen) Kommunikation evtl. ja auch beim Essen. Das Ausstellungskonzept KOMM ZU TISCH geht diesen und weiteren Aspekten der Essenseinnahme und des Gespräches zu Tisch nach. 24 Künstler haben die Aufgabe erhalten ihren persönlichen Platz am Tisch zu gestalten. Dabei sind sie an das Format 38 x 45 cm sowie an das Untergrundmaterial Holz gebunden.

An einer langen Tafel werden die fertigen Arbeiten im November in der galerie m beck präsentiert. Bei einer weiteren Arbeit pro Künstler handelt es sich um eine Wandarbeit / Bild im Format 80 x 60 cm.

Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog.

Vernissage: 03.11.2017

Dr. Christopher Naumann

 

Komm zu Tisch

Welcome to Hell – Wenn Einfaches schwierig wird

Die Störungen in der Kommunikation rund um die Nahrungsaufnahme beginnen bereist kurz nach der Geburt. Internationale Konzerne preisen aus Profitgier Ersatzstoffe an für etwas was auf natürliche Weise im Überfluss vorhanden ist. Leider passiert das auch in Entwicklungsländern. Das die Kinder sterben, wenn das Milchpulver mit verunreinigtem Wasser angerührt wird, wird verschwiegen, Hauptsache die Gewinne steigen.

Die Störungen gehen weiter und kommen von unterschiedlichsten Seiten Religion, Kultur, Gruppenzugehörigkeit, Modetrends,… All das führt oft zu einem verzerrten Selbstbild des Menschen. Dieses steht einem spontanen Zusammenkommen mit Anderen an einem gedeckten Tisch und einer unvoreingenommenen Kommunikation all zu oft im Wege.

Britta Chr. Keller, Salzhausen, September 2017

Häutungen

Häutungen

Häutungen passieren überall, zu jederzeit. Sowohl körperlich als auch seelisch oder inhaltlich.

Obwohl wir von der Notwendigkeit der Erneuerung wissen überrascht uns der Vorgang immer wieder. Manchmal kommt er leise und langsam, sodass wir ihn erst bemerken, wenn er schon weit fortgeschritten ist. Die plötzliche Erkenntnis überfällt uns. Kommt ungelegen, unerwartet, passt nicht in unsern Lebensplan.

Selten ist dieser Prozess schmerzfrei. Wie lange er dauert, vollkommen ungewiss. Man kann sich zurückziehen und warten bis alles zu Ende ist. Weitermachen wie bisher. Sich ablenken mit Arbeit und Aktivitäten. Versuchen, die dem Prozess innewohnende Kraft zu lenken. Sich treiben lassen.

Für welchen Weg man sich auch entscheidet, so bleibt doch immer die Ungewissheit was am Ende zum Vorscheinen kommt. Lange bleibt das Ziel im Dunklen. Vereinzelt mag man Lichtpunkte wahrnehmen. Ob sie uns allerdings das nahe Ziel erahnen lassen oder aus der Vergangenheit nach leuchten erkennen wir oft erst, wenn wir die Häutung für abgeschlossen halten.

Britta Chr. Keller

Salzhausen, Juli 2009